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Narvik 2010 - Traumhafte Erlebnisse

Nach 14 Tagen wunderbarer Entspannung stelle ich euch meinen Reisebericht vor.
Tageweise bekomme ich den Ablauf nicht mehr hin, denn durch den Dauer-Tag,
der dort herrscht, sind Uhrzeit und Datum nicht immer eindeutig.

Fakt ist aber, dass es trotzdem zum "Abend" hin meist besser lief.


Anreise

Drei von uns starteten schon am 18. Mai, um die Strecke mit dem Auto
zurückzulegen.
Vorteil: eine Menge Gepäck konnte vorher schon abgegeben werden,
so dass das Fluggepäck übersichtlicher war.
Der Rest der Truppe flog am 21. Mai um 11.30 Uhr ab B-Schönefeld nach Oslo.
Gardamoen empfing uns mit blauem Himmel und ca. 26°C.
Unser Weiterflug verzögerte sich, weil die Flughäfen um Narvik herum wegen der
Aschewolke geschlossen waren.
Diese Nachricht erschütterte uns, aber Gott sei Dank hatten wir Glück, dass
wir doch noch zügig die Freigabe zum Weiterflug erhielten.
1 Stunde Verspätung ist ok.

Leider hatten wir viele Wolken, so dass es wenig Bilder "von oben" gibt.

In Narvik/Evenes erfolgt die Abholung perfekt auf den Punkt und nach etwa
einer Stunde erreichen wir Foldvik am Gratangenfjord.

Unterkunft und Umgebung

Die Anlage besteht aus sechs Hütten, alle direkt am Fjord gelegen, sauber,
norwegisch korrekt ausgestattet.
Keine 100 m zum gut bestückten Supermarkt mit Tankstelle !

Der Bootssteg und das Filetierhaus ebenfalls direkt bei den Hütten.

Hinter den Hütten eine Lachsaufzucht, die ich sicher nächstes Jahr besichtigen werde.

Der Gratangen ist umgeben von 700 m bis 1200 m hohen Bergen, dadurch ist
es sehr ruhig und windgeschützt.
Ausfalltage hatten wir jedenfalls nicht.

In der Bucht vor Foldvik liegt ein Wrack, welches sich mit dem Bug in
den Grund gebohrt hat.
Drumherum geht oft was... Wir hatten allerdings dort kein Glück.

Das Angeln

Nach der Begrüßung die Koffer in die Zimmer, Hausbegehung, Angeln zusammenbauen
und dann erst mal auf den Steg - mal gucken.
Dann wird beschlossen: Auf die Boote - fertig - los !
Wir erkunden den Fjord mit einigen Angelstopps bis Silsand.
Der Erfolg ist (in den ersten drei Tagen) eher mäßig.
Ein schöner Himmel mit sonnenangestrahlten Wolken macht diesen Umstand
aber wett.

Öhh, sonnenangestrahlte Wolken ? Wie spät isses denn ? Oh...
...um vier Uhr sind wir wieder an den Hütten.
Die dortige Helligkeit hat uns, wie auch später noch oft, hübsch genarrt...

Die nächsten Ausfahrten bringen auch wenig Fisch, aber erste Highlights:
Ralf kann einen Dorsch von 112 cm landen, ich kämpfe mit einem 98er Seelachs.
Ansonsten sind wir aber zunächst enttäuscht von der Ausbeute.

Drift hatten wir meist nur durch den Wind, Tidendrift war kaum einmal
vorhanden.

Nach und nach stellten wir uns aber auf die Gegebenheiten ein.


Der "Gestreifte" aus dem Wind

In unmittelbarer Nähe ist ein weitreichendes Plateau gelegen.
Steinbeißerrevier...

Heilbutt ist dort auch auf der Jagd.

Da ich ja mein anglerisches Ziel hatte, einen Steinbeißer und einen Heilbutt
zu fangen, bot es sich an, dort zu angeln.
Außerdem hatte unser Herrmann dort schon mal zwei Steinbeißer vorgelegt...
Das Wasser war zunächst spiegelglatt, kaum Drift (wie so oft...).
Plötzlich kommt aus Richtung Årstein ein Wind auf, kalter Fallwind aus den Bergen.
In Nullkommanichts entstehen Wellen mit Schaumkrönchen, das Boot driftet
stark.

Plötzlich verneigt sich meine Rute, es ruckt - also kein Hänger.

Nach kurzem Drill liegt mein erster "Gestreifter" vor mir, ca. 70 cm und
aggressiv wie ein Steinbeißer eben sein kann.
Abgelegt in der Fischkiste beißt er um sich und unsere Köderfische haben
fürchterliche Bißspuren...

Erstes Ziel erreicht: Katfisch in die persönliche Fischfangliste eingetragen.

Steinbeißer sollten wir im Verlauf unseres Urlaubs noch einige fangen,
aber wir mussten erst mal lernen, wie das geht.
Der größte Steinbeißer unserer Gruppe hatte gut einen Meter.

Fahrt zu den "Inseln"

Gegenüber des Gratanger liegen Andørja und zwei kleine Inselchen.
Dort ist auch ein gutes Heilbuttrevier.
Gutes Wetter war angesagt und wir fuhren über den Astafjord.
Fahrtzeit ca. 45 Minuten.

Bei der Ankunft hatten wir schöne Drift und Markus einen tollen Meterdorsch,
wenig später noch einen schönen Seelachs.
Holger und ich hatten eine schöne Aussicht, fingen aber nix.

Auf den beiden kleinen Inseln nisteten Möven.
Nie zuvor hab ich Mövennester gesehen.

Als die Drift wieder gen Null tendierte, wollten wir abbrechen und zurückfahren.
Ringe auf dem Wasser ließen uns aber noch mal in Ufernähe fahren.

Zunächst waren wir skeptisch: 30 m weg vom kiesigen Ufer, 12 m Tiefe,
keine Drift, was soll da schon gehen ?

Und es ging was...

Dorsche dort sozusagen gestapelt. Neben vielen kleinen auch recht
anständige Exemplare. Wir können, schon wegen der geringen Tiefe,
selektiv fischen, entnehmen also nur Fische mit mehr als 50 cm.
Zum ersten Mal ist unsere Fischkiste gut gefüllt.

Weil es immer später wird, treten wir die Rückfahrt an, machen aber noch
einen Stopp bei den Untiefen vor Hilleshamn.
Royber runter - 40 m, warten...
Nach vier Minuten des Wartens schlägt Markus an und ein weiterer Dorschriese
wird gelandet.

Holger und mir bleibt nur die ehrfürchtige Verneigung.

Markus und der Riese

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bild3

 

bild4

 

bild5

 

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